Die Schwächsten fördern Schutz der Menschenrechte

Unsere große Lieferkette kommt mit vielen Menschen in Berührung und jeder von ihnen hat das Recht, unter sicheren und fairen Bedingungen zu arbeiten. Wir suchen aktiv nach Problemfeldern, die die Würde oder die Menschenrechte eines Arbeiters beeinträchtigen könnten, und verfolgen einen Null-Toleranz-Ansatz, wenn wir solche Fälle finden. Wir freuen uns, dass wir jedes Jahr immer weniger Fälle finden, da unsere Lieferkette immer erfahrener wird und wir unsere Partnerschaft mit unseren Lieferanten immer weiter ausbauen. 

Arbeit Minderjähriger abschaffen

Keine Arbeiter unter 16 Jahren

2015 haben wir das erforderliche Mindestalter von Arbeitern in unserer Lieferkette gemäß den Empfehlungen des ETI Base Code und in Übereinstimmung mit den ILO-Standards angehoben. Alle Arbeiter müssen mindestens 16 Jahre alt sein, um in einem Produktionsbereich eines Lieferanten anwesend sein zu dürfen oder hier zu arbeiten. Wenn junge Arbeiter (zwischen 16 und 18 Jahren) angestellt werden, müssen die Lieferanten alle relevanten gesetzlichen Anforderungen erfüllen, einschließlich der zeitlichen Beschränkung der Arbeitszeiten, Gefahrstoffeinschränkungen und Gesundheitschecks.

 

Opfer der Beschäftigung von Minderjährigen unterstützen

Wenn wir herausfinden, dass in unserer Lieferkette Minderjährige beschäftigt werden, wird das Kind unverzüglich aus der Fabrik geholt. Um sie davon abzuhalten, sich anderweitig einen Arbeitsplatz zu suchen, werden monatliche Zahlungen in Höhe des vom Lieferanten bezahlten Mindestlohns bis zum Erreichen des gesetzlichen Mindestarbeitsalters ausgezahlt. Erst dann sollte der betreffenden Person die Möglichkeit gegeben werden, sich wieder anstellen zu lassen.

 

Wir verlangen auch, dass der Lieferant den Familien eine Entschädigung für Vorsorgeuntersuchungen, Transportmittel und Unterbringung der Verwandten eines Kindes zahlt, damit sie sie nach Hause zurückholen. Wenn das Kind am Unterricht teilnehmen möchte, muss der Lieferant die Schulgebühren bezahlen, bis das Kind das erforderliche Mindestarbeitsalter erreicht hat.

 

Vorfälle

2018 haben wir sieben Fälle der Beschäftigung von Minderjährigen in Myanmar und Mexiko aufgedeckt. Mit Ausnahme eines dieser Fälle waren die minderjährigen Arbeiter zwischen 14 und 16 Jahre alt. Wir haben jede Situation mit Sorgfalt und in Übereinstimmung mit unseren internen Vorgaben behandelt. So haben wir eng mit den Lieferanten und der lokalen Zivilgesellschaft gearbeitet, um sicherzustellen, dass der Fall geklärt wird und dass die Minderjährigen im Prozess unterstützt wurden.

 

Die in Myanmar gefundenen Kinder befinden sich inzwischen in der Ausbildung. Wir stellen sicher, dass sie angemessene lokale Unterstützung erhalten sowie ein monatliches Einkommen für ihre Familien von der Fabrik, in der die Kinder beschäftigt waren. In Mexiko arbeiten wir eng mit Save the Children zusammen, um dieses Problem proaktiv anzugehen, da wir hier zum Teil Widerstand von den Kindern und ihren Familien erleben. Sie wollen weder die Unterstützung annehmen noch zur Schule zurückkehren. Gemeinsam mit Save the Children werden wir 2019 die besten Optionen prüfen, um diesem Widerstand in Mexiko zu begegnen.

 

Mit wem wir arbeiten

Wir arbeiten mit lokalen NGOs wie dem Centre for Child-Rights and Corporate Social Responsibility (CCR CSR) in China und Südostasien, Sheva in Bangladesch, Çagdas Yasami Destekleme Dernegi (Association for the Support of Contemporary Living) in der Türkei und Save the Children in Mexiko zusammen, um sicherzustellen, dass minderjährige Arbeiter unterstützt werden und dass wir die Wiedergutmachung begleiten. In anderen Produktionsländern suchen wir NGOs, die sich besser um die Bedürfnisse von Kindern kümmern und die Wiedergutmachungsprozesse begleiten können. In der Zwischenzeit übernehmen unsere Teams vor Ort die Verantwortung für die Sicherstellung der Erfüllung der Wiedergutmachung.

Moderne Sklaverei

Unsichtbar und oftmals unerreichbar sind schätzungsweise 45,8 Millionen Menschen weltweit über alle Branchen hinweg in Situationen der modernen Sklaverei gefangen (Quelle: Global Slavery Index).

 

Zwangsarbeit gedeiht in Gebieten mit hoher sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit, undurchsichtigen Geschäftspraktiken, schwacher Rechtsstaatlichkeit und hoher Nachfrage nach billigen Arbeitskräften. Um dies zu beenden, arbeiten wir mit der C&A Foundation zusammen, um tief verwurzelte kulturelle und soziale Normen in Frage zu stellen und die Transparenz innerhalb unserer Lieferkette zu verbessern. 


Zwangs-, Schuld- oder Leibeigenschaft beseitigen

Sichere und faire Arbeitsbedingungen bedeuten, dass die Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Die Arbeiter müssen Anspruch auf Arbeits- und Bewegungsfreiheit haben. Die Arbeit muss freiwillig erfolgen und alle Formen von Leibeigenschaft, Zwangsarbeit oder Gefängnisarbeit sind verboten. Lieferanten und Arbeitsvermittler dürfen nicht die Beschäftigungsfreiheit der Arbeiter einschränken und es sollte ihnen freistehen, bestimmte schädliche Tätigkeiten abzulehnen. Unser Code of Conduct für Lieferanten enthält eine vollständige Übersicht unserer Anforderungen.

 

Wenn irgendeine Form von Leibeigenschaft, Zwangs- oder Gefängnisarbeit in unserer Lieferkette identifiziert wird, beenden wir die Zusammenarbeit mit der Produktionsstätte sofort und der Lieferant wird strafrechtlich verfolgt. Mit dieser harten Haltung wollen wir die Lieferanten erziehen und die Bedingungen für die Beschäftigten verbessern.

 

2018 gab es keine Fälle von Leibeigenschaft, Zwangs- oder Gefängnisarbeit in unserer Lieferkette.

 

Ende 2017 wurde C&A von der Thomson Reuters Foundation für die überzeugende Demonstration von Integrität und Innovation im Aufdecken, Verhindern und Beseitigen von Zwangsarbeit in unserer Lieferkette mit dem prestigeträchtigen „Stop Slavery Award“ ausgezeichnet.

 

Erfahren Sie mehr über den „Stop Slavery Award“
 

Die Baumwollarbeiter in unserer Lieferkette unterstützen

Baumwolle macht 57 % der Materialien aus, die wir bei C&A kaufen und verwenden. Auf der ganzen Welt sichert sie die Existenzgrundlage von 250 Millionen Menschen (Quelle: BCI). Baumwollanbau ist ressourcenintensiv und Zwangsarbeit und Leibeigenschaft sind nach wie vor eine wesentliche Herausforderung für die Branche.

 

C&A hat sich verpflichtet, bis 2020 100 % nachhaltigere Baumwolle zu beziehen. 2018 waren insgesamt 71 % unserer Baumwolle nachhaltiger. Der Kauf von Biobaumwolle wirkt sich positiv auf die Gesundheit und Sicherheit der von Landwirtschaft geprägten Gemeinden aus, da ihre Bewohner keinen schädlichen Chemikalien mehr ausgesetzt sind.

 

Wir arbeiten außerdem eng mit der Better Cotton Initiative (BCI) zusammen, die sich stark für die Förderung menschenwürdiger Arbeit einsetzt.

 

Darüber hinaus haben wir in der Vergangenheit bereits konkrete Schritte zur Unterstützung von Baumwollarbeitern unternommen. 2007 haben wir die „Cotton Pledge“ gegen Zwangsarbeit unterzeichnet und verpflichteten uns damit, die Praxis der Zwangsarbeit im Baumwollsektor in Usbekistan zu beenden. In der Praxis haben wir die Verwendung usbekischer Baumwolle durch unsere Lieferanten verboten, als die Regierung Erwachsene und Kinder gezwungen hat, Baumwolle anzubauen und zu ernten, und damit ihre Menschenrechte verletzt hat.

 

Erfahren Sie mehr über unsere Verpflichtung zu nachhaltigerer Baumwolle

 

Fallbeispiel:

Maßnahmen zur Abschaffung von Sumangali in Indien

Sumangali ist eine Form der Leibeigenschaft, die bei einigen Spinnereien in Südindien praktiziert wird. Die Praktik verletzt internationale Arbeitsstandards und die Menschenrechte von Frauen. Frauen erhalten Drei-Jahres-Verträge, oft unter inakzeptablen Arbeits- und Lebensbedingungen und mit dem Versprechen einer hohen Zahlung, die ihre Mitgift für eine Heirat deckt. Jedoch werden ihre Löhne oft zurückgehalten, wenn sie sie überhaupt bekommen, und sie dürfen den Arbeitsort nicht verlassen oder nach Hause zurückkehren.

 

Wir erfuhren von diesem illegalen System erstmals im Jahr 2007. Seitdem arbeiten wir daran, dieses aus unserer Lieferkette zu beseitigen, und besuchen unsere direkten Lieferanten regelmäßig – mit einem Schwerpunkt auf den Spinnereien – um sicherzustellen, dass die Zwangsarbeitspraktiken und Ausgangssperren aufgehoben werden.

 

2018 haben wir unsere Maßnahmen im Rahmen der zweiten Phase (2018-2022) des Nalam Programms der Tamil Nadu Multi-Stakeholder Initiative fortgesetzt. Dabei handelt es sich um ein von ETI entwickeltes Lernprogramm, um junge Arbeiterinnen über ihre Rechte und Pflichten in Spinnereien aufzuklären. Wir arbeiten kontinuierlich daran, mehr vertikal integrierte Spinnereien in unserer Lieferkette zu bewerten und zu verifizieren, und unser Ziel ist es, alle neu zugelassenen Spinnereien in die zweite Phase des Programms einbeziehen.

 

Diese Maßnahmen und Anstrengungen des Nalam Programms zur Aufklärung der Arbeiterinnen über ihre Arbeitnehmerrechte sowie Gesundheits- und Sicherheitsaspekte haben bereits fast 21.000 Frauen in Spinnereien und Textilfabriken erreicht. Darüber hinaus nahmen 2018 über 360 Mitarbeiter des Aufsichtspersonals – die direkte Verbindung zwischen Management und Arbeitskräften – an 2-tägigen Schulungsprogrammen teil. Dabei wurden sie darin geschult, die Anforderungen im Hinblick auf angemessene Arbeitszeiten, Überstunden, Kommunikation mit den Mitarbeitern und andere Arbeitsplatzbelange zu verstehen und umzusetzen.

 

Über dieses Programm hinaus trat C&A im April 2018 der neu eingeführten ETI South India Ethical Trade Platform bei. Sinn und Zweck dieser Plattform ist die Unterstützung der Marken, Hersteller und Gewerkschaften bei der Einhaltung globaler Standards sowie die Zusammenarbeit zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der indischen Lieferkette. Die Arbeit der Plattform erfolgt zusammen mit lokalen Stakeholdern sowie der Regierung, um das Bewusstsein für und die Kompetenzen in Sachen Wirtschaft und Menschenrechte zu stärken.

 

Um die Beseitigung von Sumangali weiter zu unterstützen, arbeitet die C&A Foundation seit einigen Jahren daran, das Problem an der Wurzel zu packen, beginnend mit einem Drei-Jahres-Projekt durchgeführt von Terre des Hommes. Die C&A Foundation setzt sich auch dafür ein, dass gefährdete Mädchen und junge Frauen gar nicht erst in das System aufgenommen werden. 2015 gewährte die C&A Foundation einen Zuschuss von 2,4 Millionen Euro an den Freedom Fund, den weltweit ersten privaten Spendenfonds zur Beendigung der modernen Sklaverei. Seitdem hat die C&A Foundation dem Freedom Fund 6,4 Millionen Euro zur Bekämpfung von Sumangali und zur Stärkung des Schutzes vor Zwangs- und Kinderarbeit auf staatlicher und nationaler Ebene zur Verfügung gestellt.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit der C&A Foundation im Kampf gegen Sumangali

Maßnahmen, um die Beendigung der Zwangsarbeit im Süden Indiens zu unterstützen

Zusammen mit vier weiteren Marken und der OECD arbeiten wir an der Prävention und Verminderung der schädlichen Auswirkungen von Zwangsarbeit, mit dem Fokus auf der Spinnereibranche im Süden Indiens. Die OECD unterstützt diese Initiative und leistet technische Unterstützung im Rahmen ihrer Sektorarbeit zur Sorgfaltspflicht und zum verantwortungsvollen Geschäftsgebaren im Bekleidungs- und Schuhsektor.

Im Februar 2019 ging C&A zusammen mit Branchenkollegen, der Confederation of Indian Industries (CII) und der OECD im Rahmen des OECD Garment Forum in Paris eine Partnerschaft ein, die ursprünglich schon 2018 geformt wurde. Ziel ist die Unterstützung eines branchenweiten Due Dilligence-Ansatzes für ein verantwortungsvolles Geschäftsgebaren innerhalb des indischen Bekleidungs- und Textilsektors. Ein erfolgreicher Wandel in diesem Sektor erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der auf den betrieblichen Kontext zugeschnitten ist und die umfassende Zusammenarbeit mit der lokalen Branche fördert. Um die Arbeit der Plattform weiter voranzubringen, engagiert sich C&A auch in einem Unterausschuss (Lenkungsgruppe) mit Vertretern der indischen Branche, von globalen Marken, der CII und der OECD-Sekretariate.

Das Bewusstsein innerhalb des Produktionssektors Indiens stärken, einschließlich der Spinnereien

Darüber hinaus veranstalteten die Mitglieder dieser Partnerschaft zwei „Runde Tische“, um das Bewusstsein für den Due Diligence-Prozess der OECD zu stärken, Informationen von globalen Marken über die Treiber der Sorgfaltspflichten auszutauschen und von den Bekleidungs- und Textilherstellern in Indien zu erfahren, vor welchen Herausforderungen sie bei der Erfüllung der Sorgfaltspflicht in ihren Lieferketten begegnen:

  1. Runder Tisch von CII und OECD in Neu-Delhi im Juli 2018 mit C&A und globalen Modemarken sowie 40 Vertretern indischer Textilunternehmen
  2. CII und OECD South India Roundtable in Coimbatore im Bundesstaat Tamil Nadu im Dezember 2018 mit C&A und globalen Modemarken sowie 40 südindischen Herstellern, einschließlich Vertretern der südindischen Spinnereibetriebe

Dieses Engagement wird auch 2019 mit weiteren Aktivitäten fortgesetzt, beginnend mit der Basisbewertung der OECD, die für ein gemeinsames Verständnis der wesentlichen Due Diligence-Risiken in der Bekleidungs- und Textillieferkette Indiens sorgt.

Reaktion auf die globale Flüchtlingskrise

Europa hat einen der bedeutendsten Zuströme von Migranten und Flüchtlingen in seiner Geschichte erlebt. Der Bürgerkrieg und Terror im Nahen Osten und in Afrika haben bewirkt, dass viele Flüchtlinge auf der Suche nach einem besseren Leben waren und dabei ihr Leben riskierten. Zu den treibenden Kräften für die gefährliche Reise gehörten die Konflikte in Süd- und Mittelamerika sowie in Syrien, Afghanistan, Myanmar und im Südsudan. Laut dem UNHCR stammte der Großteil (57 %) der insgesamt 68,5 Millionen Flüchtlinge weltweit aus nur diesen drei Ländern (Quelle: UNHCR und UNHCR Global Trends Report 2017). 

 

Gemeinsam mit Vertretern von NGOs, Unternehmen und multilateralen Führungskräften sowie Experten nahmen wir an einem Workshop teil, der vom Center for Global Development und der Tent Partnership for Refugees organisiert wurde. Ziel war es, die Barrieren zu analysieren, die Flüchtlinge daran hindern, einen Arbeitsplatz zu finden. Zudem sollte ein Konzept für ein stärkeres Engagement der Unternehmen im politischen Dialog entwickelt werden, das den Zugang der Flüchtlinge zum offiziellen Arbeitsmarkt erleichtert. Durch die Bereitstellung eines besseren offiziellen Marktzugangs würden sich erhebliche Vorteile für Flüchtlinge, Aufnahmeländer und Unternehmen ergeben. Wir setzen unser Engagement mit dem Center for Global Development und anderen Wissenspartnern fort, um unsere Unterstützung weiter zu optimieren und so eine größere Wirkung zu erzielen.


Unterstützung von Gastarbeitern und Flüchtlingen

Wir haben unsere Richtlinie zum Thema Wanderarbeit basierend auf den Empfehlungen der Ethical Trading Initiative (ETI) aktualisiert. Wir sind überzeugt, dass der Schutz der Arbeitnehmerrechte und die Förderung eines sicheren Arbeitsumfelds für alle Arbeiter, einschließlich Gastarbeiter, entscheidende Faktoren sind, um deren Würde und Rechte zu schützen. Wir sind uns bewusst, dass die Überwachung und Verbesserung der Beschäftigungspraktiken und Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter eine Herausforderung sein kann. Die aktualisierte Richtlinie von C&A legt die Verantwortlichkeiten unserer Lieferanten und deren Produktionsstätten dar. Dies soll sicherstellen, dass die Grundprinzipien für die Beschäftigung von Gastarbeitern gemäß den ILO Core Conventions eingehalten und das vor Ort geltende Arbeitsrecht sowie unser Code of Conduct eingehalten werden.

 

Generell zeigt sich unser Ansatz zur Bewältigung der Flüchtlingskrise darin, wie wir syrische Flüchtlinge in der Türkei unterstützen. In der Türkei befinden sich Schätzungen zufolge 3,6 Millionen Flüchtlinge (Quelle: World Vision). Die Arbeitnehmer des Landes leiden regelmäßig unter niedrigen Löhnen, schwacher Durchsetzung von Arbeitsnormen, informellen und ungeregelten Arbeitsbedingungen, geschlechtsspezifischer Gewalt und Herausforderungen im Hinblick auf das Recht auf Vereinigungsfreiheit. All dies erschwert die Arbeitsbedingungen erheblich. Dies wird zusätzlich verschärft durch die syrische Flüchtlingskrise.

 

Unsere Teams vor Ort haben sich aktiv an wichtigen Initiativen beteiligt, um den syrischen Flüchtlingen gemeinsam mit der ETI und der Fair Labour Association (FLA) bessere Lösungen und Schutzmaßnahmen in der Bekleidungsindustrie zu bieten.

 

Der Schutz dieser schutzbedürftigen Arbeitnehmer und ihr Recht auf Arbeit haben oberste Priorität. C&A war eine der ersten Marken, die die türkische Regierung um ein Verfahren bat, das es Flüchtlingen ermöglichen sollte, eine legale Arbeitserlaubnis zu erhalten. Das Verfahren trat schließlich im Januar 2016 in Kraft. In Zusammenarbeit mit der FLA haben wir auch eine Broschüre entwickelt, die den Flüchtlingen hilft zu verstehen, wie sie sich in der Türkei um einen Arbeitsplatz bewerben können, was sie in Bezug auf die Arbeitnehmerrechte zu erwarten haben und wie sie diese verteidigen können.

 

Obwohl wir keine illegalen Flüchtlinge in unserer türkischen Lieferkette feststellten, haben wir unser unangekündigtes Audit-Protokoll für jede Produktionsstätte fortgesetzt, um sicherzustellen, dass keine Arbeiter missbraucht werden. 2019 und darüber hinaus werden wir weiterhin syrische Flüchtlinge in der Türkei unterstützen, indem wir uns an Initiativen zur Rekrutierung, Sensibilisierung und sozialen Integration beteiligen.

C&A ist nach wie vor tief besorgt über die anhaltende Verfolgung der Rohingya in Myanmar und wir verurteilen die gemeldeten Menschenrechtsverletzungen auf das Schärfste. Seit 2017 flohen mehr als 900.000 Rohingya aus Myanmar über die Grenze nach Bangladesch – eine tragische Flüchtlingskrise. Der UNICEF zufolge handelt es sich bei der Hälfte der Flüchtlinge um Kinder und stark bedürftige Menschen. C&A und die C&A Foundation arbeiten weiterhin zusammen daran, den Schutz dieser schutzbedürftigen Menschen zu fördern.

 

Erfahren Sie mehr über unsere Unterstützung von Flüchtlingen aus Myanmar

Fallbeispiel:

Partnerschaftliche Zusammenarbeit zur Gewährleistung der Arbeitsrechte

Migranten aus Angola, Bolivien, Haiti und Venezuela kommen oft in der Hoffnung nach Brasilien, dort Arbeit und ein besseres Leben zu finden. Allerdings kennen sie oft ihre Arbeitsrechte nicht. C&A Brasilien und die C&A Foundation, die in Brasilien unter dem Namen Instituto C&A bekannt ist, spielen eine wichtige Rolle darin sicherzustellen, dass diese Arbeitnehmer ihre Rechte kennen und sie gegebenenfalls verteidigen können.

 

Dank der Unterstützung, die die Organisation Missão Paz vom Instituto C&A im Rahmen des Programms zur Bekämpfung von Sklavenarbeit erhält, konnte Missão Paz 703 Einwanderern aus der Modelieferkette helfen. Darüber hinaus nahmen 831 Immigranten in der Modeindustrie an den Meetings zur Aufklärung über Rechte und Befugnisse teil. Die Organisation unterstützte sogar neun Menschen, die aus der Sklavenarbeit gerettet wurden. In Zusammenarbeit mit Missão Paz wurden landesweit zudem 16 Pressemitteilungen über die Sklavenarbeit von Einwanderern veröffentlicht, um das Bewusstsein für dieses Problem zu schärfen.