Tierschutz Tiere mit Fürsorge und Achtung behandeln

C&A engagiert sich seit Langem für hohe Standards im Tierschutz. Wir sind der Ansicht, dass Tiere mit Fürsorge, Respekt und Würde behandelt werden sollten – ganz im Einklang mit den Prinzipien der Five Freedoms. Wir arbeiten intensiv mit unseren Partnern und Lieferanten daran, diesen Ansatz in unserer Lieferkette fest als Standard zu verankern. Dabei konzentrieren wir uns auf alle Rohstoffe aus tierischer Herkunft, die bei der Herstellung unserer Kleidung eingesetzt werden.

Unsere Tierschutzrichtlinie

Unsere Tierschutzrichtlinie sieht Folgendes vor:

  • Die Erwartung an unsere Lieferanten, sich an die international anerkannten Fünf Freiheiten für Tierschutz zu halten.
  • Der komplette Verzicht auf Produkte, bei denen Tiere nur geschlachtet oder verletzt werden, um ihre Haut, ihr Fell oder ihre Federn verwenden zu können. 
  • Das Engagement für eine bessere Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse von der Farm bis zum Endprodukt.
  • Die ausschließliche Verwendung von Rohstoffen von Tieren, die für die Fleischproduktion verwendet werden. 
  • Der komplette Verzicht auf Materialien von exotischen, bedrohten oder gefährdeten Arten, wie sie im Übereinkommen über den Internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) und in der Roten Liste der bedrohten Arten der Internationalen Union für den Schutz der Natur (IUCN) aufgeführt sind.

Wir verfolgen einen kooperativen Ansatz und arbeiten Hand in Hand mit denjenigen, die vergleichbare Probleme angehen. Dafür entwickeln und etablieren wir gemeinsam mit Tierschutzorganisationen, anderen Marken, Einzelhändlern, Lieferanten und unabhängigen Prüfern Lösungen auf Branchenebene.

Außerdem hören wir genau zu und begrüßen Herausforderungen und Kritik, die uns helfen können, besser zu werden. Zugleich bedeutet die Sicherung von hohen Tierschutzstandards auch, dass die Bekleidungsindustrie zur Erfüllung der gemachten Zusagen Rechenschaft ablegen muss.

Erfahren Sie mehr über unsere Zusammenarbeit mit unseren Stakeholdern

In den letzten zehn Jahren haben wir intensiv daran gearbeitet, Tierschutzprobleme in unserer Lieferkette zu beseitigen. Wir haben in den 1990er Jahren begonnen, Pelz zu verbieten und sind seit 2013 ein pelzfreier Einzelhändler. In der Zwischenzeit wurde darüber hinaus Folgendes verboten:

  • Lebendrupf und Zwangsernährung von Tieren, die Daunen und Federn liefern
  • Den Einsatz von Angora-Wolle, Echtpelz und Mohair
  • Die Mulesing-Praxis bei Merinoschafen
  • Die Nutzung von Rindleder aus Indien oder Leder mit Haaren aus China oder Indien

Tierschutz in der Kaschmirproduktion

2018 begannen wir, Kaschmir als Teil unseres Engagements zur Sicherstellung, dass unsere Tierschutzrichtlinie bei unseren Fasern aus tierischer Herkunft eingehalten wird, zu betrachten. Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, die mit der Kaschmirproduktion einhergehen, und entschlossen, Mittel und Wege zur Verwendung von nachhaltigerem Kaschmir zu finden. In einem ersten Schritt arbeiteten wir mit unseren Lieferanten zusammen, um die vorgelagerte Kaschmirlieferkette zu identifizieren. Zu diesem Zweck schlossen wir uns der Sustainable Fibre Alliance (SFA) an, einer gemeinnützigen internationalen Organisation, die mit der erweiterten Kaschmirlieferkette zusammenarbeitet – von den Hirten bis hin zu den Einzelhändlern.

Aktuell zählen 15 internationale Marken und Einzelhändler zu den Mitgliedern der SFA, vereint in dem Ziel, den „Sustainable Cashmere Standard“ zur Erhaltung und Wiederherstellung von Grasland sowie zur Sicherstellung des Tierschutzes und der Existenzsicherung umzusetzen. Der SFA bietet ein hervorragendes Forum, um gemeinsam Maßnahmen zu bestimmen, mit denen sich die drei Hauptziele erreichen lassen:

  • Umweltverträglichkeit in Kaschmir erzeugenden Regionen
  • Verbesserung der langfristigen Perspektive für Hirtengemeinschaften, die auf die Kaschmirmärkte angewiesen sind
  • Gewährleistung des Tierschutzes innerhalb der Kaschmirproduktion

Seit C&A dieser Roadmap beigetreten ist, hat die SFA die wesentlichen Aspekte der Strategie mit den SDGs der Vereinten Nationen, dem Engagement der Mitglieder und der Messung der Auswirkungen in der gesamten Kaschmirlieferkette abgestimmt.

Lesen Sie unsere Tierschutzrichtlinie

Unsere Performance 2018

Die Erhaltung unserer Responsible Down Standard-zertifizierten Lieferkette

Seit 2016 beziehen wir zu 100 % RDS-zertifizierte Daunen. 2018 haben wir mehr als 1,3 Millionen RDS-zertifizierte Produkte auf den Markt gebracht.

Im Verlauf des Jahres führten wir weitere Due Diligence-Besuche bei unseren RDS-zertifizierten Lieferanten unserer Lieferkette durch, um weitere potenzielle Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln. Dabei setzten wir auch auf die 2017 gewonnen Erkenntnisse. Unsere Besuche haben gezeigt, dass wir uns in Zukunft weniger auf die lokale Gesetzgebung verlassen sollten, um unsere Mindestanforderungen durchzusetzen. Stattdessen sollten wir den RDS unterstützen, um sicherzustellen, dass dieser entsprechende Mindestanforderungen festlegt, die dann in Märkten, in denen die Gesetzgebung nicht streng genug ist, angewendet werden können. Genauso wichtig ist es, die Standardanforderungen für eine kontinuierliche Verbesserung der Tierschutzpraktiken laufend zu stärken. Darüber hinaus soll ein Schulungsmodul für eine stärkere Bewusstseinsbildung der Lieferanten aufgenommen werden. Diese Arbeit wurde 2018 fortgesetzt.

Erfahren Sie mehr über Daunen aus verantwortungsbewusster Beschaffung

Zuhören, prüfen und handeln

Wir sind ständig bestrebt, unsere Vorgehensweisen zu verbessern. Wenn berechtigte Bedenken geäußert werden, nehmen wir das sehr ernst. Wir hören zu und untersuchen, wie wir die notwendigen Maßnahmen ergreifen können. Als wir beispielsweise 2013 Verstöße in unserer Lieferkette im Bereich Angora-Wolle aufdeckten, wurde das Erzeugnis aus unserer gesamten Produktpalette gestrichen. Für uns war die Lieferkette zu undurchsichtig und damit die Sicherung des Wohlergehens aller Tiere zu schwierig.

2018 haben wir begonnen, Kaschmir als Teil unserer Verpflichtung zu betrachten, sicherzustellen, dass unsere Tierschutzpolitik durch unsere tierischen Fasern umgesetzt wird. Als Konsequenz daraus sind wir 2019 der Sustainable Fibre Alliance beigetreten, die mit der erweiterten Kaschmirlieferkette zusammenarbeitet – von den Hirten bis hin zu den Einzelhändlern. Ihr Ziel ist es, einen globalen Nachhaltigkeitsstandard für die Kaschmirproduktion voranzutreiben, um Grasland zu erhalten und wiederherzustellen, den Tierschutz sicherzustellen und die Existenzsicherung zu fördern. 2019 werden wir den Umfang unserer Aktivitäten sowie die nächsten Schritte definieren. Nur durch eine Zusammenarbeit wie diese werden wir in der Lage sein, etwas zu bewirken und die entsprechenden Praktiken zu verbessern.

Nach Vorwürfen der Tierquälerei in der Mohair-Industrie haben wir die Verwendung von Mohair-Wolle der Angoraziege ab der Frühjahr-/Sommersaison 2019 vollständig verboten. Ab dieser Saison wird kein einziges Mohair-Produkt mehr von C&A angeboten.

Was kommt danach?

Künftig werden wir weiterhin daran arbeiten, den Responsible Down Standard zu stärken und wir werden ausschließlich RDS-zertifizierte Daunen für alle unsere mit Federn und Daunen gefüllten Produkte beziehen. Auch unsere Arbeit mit SFA werden wir fortsetzen, um nachhaltige und humane Methoden in der gesamten Kaschmir-Lieferkette auszuweiten. Andere bestehende Verpflichtungen – wir wollen zum Beispiel ein pelzfreier Einzelhändler bleiben und gewisse Praktiken in unserer Lieferkette verbieten – werden natürlich fortgesetzt.