Klimawandel Unsere Auswirkungen durch den richtigen Fokus reduzieren

Der Klimawandel ist einer der wichtigsten Bereiche, auf den sich C&A fokussiert. Denn er bedroht die Gemeinschaften, in denen wir arbeiten, sowie unsere Möglichkeiten künftig Zugang zu Rohstoffen zu erhalten, da er die Häufigkeit unvorhersehbarer oder extremer Wetterereignisse erhöht. Um effektiv zu sein, müssen wir unsere Anstrengungen auf die Bereiche konzentrieren, in denen wir am schnellsten die größten Veränderungen erreichen können. Um diese Chancen zu identifizieren, bewerten wir unsere Auswirkungen durch Lebenszyklusanalysen (LCA) über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Baumwollanbau bis zum Endverbrauch.

2018 werden wir wissenschaftlich fundierte Klimaziele festlegen, um sicherzustellen, dass wir die Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen reduzieren.

Erfahren Sie mehr über unsere wissenschaftlich fundierten Ziele

Ansatz und Methoden

In Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern von Aligned Incentives und aufbauend auf unserer letztjährigen Analyse haben wir unsere Treibhausgasemissionen (THG) Scope 1, 2 und 3 entlang unserer Wertschöpfungskette bewertet.

Das Model verwendet eine kombinierte Methode der Lebenszyklusanalyse (LCA), die dem World Resources Institute/World Business Council for Sustainable Development GHG Protocol für Konzernrechnungslegung und -berichterstattung sowie Wertschöpfungsketten folgt. Dieses gemischte LCA-Modell kombiniert Input-Output und Prozess-LCA-Methoden, sodass wir uns auf die wichtigsten Bereiche in unserer Wertschöpfungskette auf Material-, Regional- und Wertschöpfungsebene konzentrieren können.


Die Datenerfassung verbessern, um den Fokus zu verbessern

Wir verbessern kontinuierlich unsere Treibhausgasdaten und -berichte, damit wir nachhaltigere Praktiken identifizieren und implementieren können.

Wir haben unsere Schätzung für die Kundennutzungsphase 2017 verbessert, indem wir Daten aus der Kundenumfrage, kleidungsspezifische Pflegehinweise und Kleidungshaltbarkeitsdaten der Sustainable Apparel Coalition verwendet haben. Durch Updates unseres Systems zur Bestandsverfolgung konnten wir auch Musterteile modellieren und Daten unserer Lieferanten von nachhaltigerer Viskose einbeziehen, um die Auswirkungen dieser Faser genauer zu erfassen.

Unsere Schätzungen für 2017 beruhen auf Daten von mehr als 540.000 Auslieferungen aus unseren Produktionsländern in unsere Filialen. Wir haben auch die Emissionen in 1.780 Kategorien von nicht-produktbezogenen Ausgaben bewertet, um die Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen auf die Wertschöpfungskette zu überprüfen, die mit unserer Geschäftstätigkeit und Verwaltung zusammenhängen. Dies hat uns, in Kombination mit den Energie- und Brennstoffdaten für jede unserer Filialen, Verteilzentren und Büros, eine umfassende Datenbasis für die Analyse ermöglicht. So waren wir in der Lage, eine solide Basis zu schaffen, an der wir unsere künftigen Reduzierungen messen werden.

Wir haben unsere Ausgangsbasis auf 5.962.882 Tonnen CO2 angepasst, um diesen Verbesserungen Rechnung zu tragen und einen genauen Vergleich mit 2017 und den kommenden Jahren zu gewährleisten. 

Unsere Auswirkungen auf das Klima reduzieren

2017 haben wir unsere Treibhausgasemissionen über unsere gesamte Wertschöpfungskette um 15 % gegenüber 2016 reduziert und damit ungefähr 909.700 Tonnen CO2 eingespart. Diese Verbesserung ist vor allem auf die Reduzierung der bezogenen Materialien (das Gewicht der Bestände hat sich trotz einer Zunahme der verkauften Artikel verringert) und den Bezug nachhaltigerer Materialien wie Baumwolle und Viskose zurückzuführen. Unser Fußabdruck hat sich ebenfalls vermindert, bedingt durch unsere verbesserte Abbildung der Nutzungsgewohnheiten unserer Kunden.


Treibhausgasemissionen 2017 nach Scope

Quelle: Aligned Incentives, 2017

Model Value % of total
Scope 1 19,759 0.39%
Erdgasverbrennung 18,954 0.38%
Ölverbrennung 805 0.02%
Scope 2 206,245 4.10%
Eingekaufte Elektrizität 195,507 3.38%
Eingekaufte Fernwärme 8,856 0.18%
Eingekaufte Fernkühlung 1,881 0.04%
Scope 3 4,806,900 95.86%
Erworbene Güter und Dienstleistungen 3,681,329 73.15%
brennstoff- und energiebezogene Prozesse 57,273 1.14%
Vorgelagerte Verteilung und Transport 467,466 9.29%
Durch Aktivitäten generierter Müll 304 0.01%
Geschäftsreisen 13,181 0.26%
Nutzen durch verkaufte Güter 457,657 9.09%
End-of-life Behandlung von verkauften Produkten 129,690 2.58%
Total Emissions 5,032,903 100.00%

Treibhausgasemissionen im Jahresvergleich

0 1.000.000 2.000.000 3.000.000 4.000.000 5.000.000 6.000.000 7.000.000 2016 2017 mt CO 2 e Quelle: Aligned Incentives, 2017 5.962.882 5.032.903 16% Verminderung

Treibhausgasemissionen 2017 über unseren Lebenszyklus

Quelle: Aligned Incentives, 2017

Treibhausgasemissionen über unseren Lebenszyklus im Jahresvergleich

Einheit: mtCO~2~e

Quelle: Aligned Incentives, 2017

Unsere Klimaauswirkungen durch nachhaltigere Materialien reduzieren

Ungefähr 7 % unserer Treibhausgasemissionen sind auf die Landwirtschaft zurückzuführen. Das heißt, der beste Weg, sie zu reduzieren, ist der Bezug von nachhaltigerer Baumwolle. Wir konzentrieren uns darauf, ein wissenschaftlich fundiertes Ziel für alle THG Protokoll Scopes zu setzen. Unsere Fortschritte hinsichtlich nachhaltigerer Baumwolle bringen bereits einen bedeutenden Beitrag mit sich.


Treibhausgasemissionen des Baumwollmix von C&A im Vergleich zu konventioneller Baumwolle

Quelle: Aligned Incentives, 2017 Globaler Durchschnitt für konventionelle Baumwolle C&A Baumwollmischung 0 4 5 0. 00 0 22 5 . 00 0 m t C O 2 e 381.381 12% Verminderung 336.875

2017 war 67 % der bezogenen Baumwolle nachhaltiger. Das heißt sie wurde ökologisch angebaut oder über die Better Cotton Initiative bezogen. Wir schätzen, dass unser nachhaltiger Bezug von Baumwolle im Jahr 2017 den Ausstoß von 44.505 Tonnen CO2-Emissionen verhindert hat, eine Reduzierung von 12 % der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu konventioneller Baumwolle.

 

Treibhausgasemissionen des Viskosemix von C&A im Vergleich zu konventioneller Viskose

0 1 2 0. 00 0 2 0. 00 0 4 0. 00 0 6 0. 00 0 8 0. 00 0 1 0 0. 00 0 m t C O 2 e Quelle: Aligned Incentives, 2017 Globaler Durchschnitt für konventionelle Viskose C&A Viskosemischung 10 5. 9 2 3 1 9% Verminderung 8 5 . 79 9

2016 entstanden ungefähr 9 % unserer CO2-Emissionen der Rohmaterialproduktion bei Zellulosefasern – und fast alles stammt aus der Herstellung von Viskose. 2017 implementierten wir eine Strategie, um einen Teil unserer Viskose aus einer nachhaltigeren Produktion zu beziehen. Dies trägt bereits zu deutlichen Emissionssenkungen bei: Wir schätzen, dass 20.124 Tonnen CO2-Emissionen durch unseren Bezug nachhaltigerer Viskose im Jahr 2017 vermieden werden konnten, eine Reduzierung um 19 % im Vergleich zu konventioneller Viskose.

 

Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu nachhaltigerer Viskose


Unsere Klimaauswirkungen durch effizientere Produktion senken

Die Materialverarbeitung, die von der Textilproduktion dominiert wird, ist die größte Emissionsquelle in unserer Lieferkette und macht etwa 40 % der Gesamtemissionen aus. Wir arbeiten mit mehreren wichtigen Partnern daran, den Ausstoß von CO2 entlang unserer Wertschöpfungskette zu reduzieren. Wir sind Mitglied der Initiative Partnership for Cleaner Textile (PaCT), seit deren Gründung 2013. Der Fokus von PaCT liegt darauf, die Nassverfahrensindustrie in Bangladesch schaubarer zu machen; dazu zählt auch, die Lieferanten energieeffizienter zu machen. Durch die Partnerschaft spart C&A jährlich fast 40.000 MWh Energie und 600,000 m3 Wasser. Da wir mehr aus Bangladesch beziehen als aus jedem anderen Land (32 % im Jahr 2017), führen unsere Aktivitäten zu messbaren Reduzierungen unserer Scope 3-Emissionen.


Unsere Klimaauswirkungen im Einzelhandel reduzieren

Unsere Einzelhandelsaktivitäten, ohne Ware und Transport, machen rund 13 % unserer gesamten Treibhausgasemissionen aus – 6 % davon betrifft den Energieverbrauch. Wir haben uns das Ziel gesetzt, diese Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 2012 um 20 % reduzieren. Alle C&A Regionen haben Roadmaps entwickelt, um die Energieeffizienz zu steigern und verstärkt erneuerbare Energien in unseren neuen und bestehenden Filialen, Büros und Verteilzentren zu nutzen.

Wir haben die Daten aus den Regionen für 2017 noch nicht bestätigt, weil wir einen Due Diligence Review unserer Treibhausgas-Berechnungen in diesem Bereich durchführen. Unsere Methoden haben wir aktualisiert, um sie an Best Practices anzupassen, indem wir die Bruttomietfläche (Gross Leasable Area, GLA) anstelle der Gesamtnutzfläche (Usable Sales Area, TUSA) als Maß für unsere Nutzfläche verwenden. GLA ist ein repräsentativeres Maß für die Gebäudefläche von C&A. So können wir bei unseren Berechnungen über verschiedene Gebäudetypen hinweg konsistent sein.

Um unseren CO2-Fußabdruck genau zu verfolgen, haben wir unsere Energieeffizienz und Treibhausgasintensität gemäß GLA für jedes Jahr seit unserem Basisjahr (2012) neu berechnet. Auf Basis der neuen Methode steigerten wir unsere Energie- und CO2-Effizienz im Einzelhandel um 14 % bzw. 9 % im Vergleich zu 2012. Außerdem haben wir 25 % unserer Energie aus erneuerbaren Quellen bezogen. 


Absoluter Energieverbrauch und Energieeffizienz von Filialen, Büros und Verteilzentren

GLA: Gross Leasable Area (Bruttomietfläche)

Quelle: Aligned Incentives, 2017

CO2 Emissionen und Kohlenstoffeffizienz von Filialen, Büros und Verteilzentren

 

GLA: Gross Leasable Area (Bruttomietfläche)

Quelle: Aligned Incentives, 2017

Kundenverhalten

 

Die Verwendung und Entsorgung von Kleidung durch unsere Kunden macht 12 % unserer gesamten CO2-Bilanz aus.

Aufgrund fehlender Daten beruhten unsere bisherigen Schätzungen des Einflusses der Kunden auf die CO2-Blianz auf Annahmen, die von einer hohen Unsicherheit geprägt waren. 2017 schauten wir uns die Gewohnheiten unserer Kunden genauer an, um unsere Schätzungen zu verbessern und die Hebel zu verstehen, mit denen C&A – und andere Marken – die CO2-Emissionen von Verbrauchern reduzieren können. Anhand von Primärdaten aus einer Kundenbefragung identifizierten wir frühere Annahmen, die die Auswirkungen in dieser Lebenszyklusphase zu hoch eingeschätzt hatten. Wir haben uns gefreut, dass ein großer Teil unserer Kunden bereits Mode unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten einkauft. Außerdem lernten wir, dass ein hoher Anteil unserer Kunden (60-85 %) ihre Kleidung zum Trocknen aufhängt. Zudem trägt die Mehrheit Artikel wie Hosen, Hemden und Blusen mehrere Male, bevor sie gewaschen werden.

2017 haben wir eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, um den Einfluss des durchschnittlichen Reinigungszyklus auf den CO2-Fußabdruck unserer Kleidung zu messen. Wir fanden heraus, dass das Wäschewaschen ungefähr 55 % der gesamten Treibhausgasemissionen ausmacht, das Trocknen die verbleibenden 45 %. 52% der Treibhausgasemissionen beim Wäschewaschen entstehen dabei bei 40°C. Dies war nicht überraschend, denn bei vielen Waschmaschinen ist 40°C die Standardeinstellung.

Diese Ergebnisse belegen, was erreicht werden kann, wenn nachhaltiges Verhalten selbstverständlich wird. Anhand unserer Daten schätzen wir, dass die gesamten Treibhausgasauswirkungen unserer Kleidung um 45 % reduziert werden könnten, wenn das Trocknen auf der Wäscheleine für die 15-40 % der Kunden zur Norm würde, die ihre Wäsche bislang in der Maschine trocknen. Und wenn die Standardeinstellung 40°C zu 30°C würde, würden weitere Treibhausgaseinsparungen von etwa 21 % generiert werden. Zusammen könnten diese einfachen Änderungen den CO2-Fußabdruck unserer Kleidung um ein Drittel oder mehr als 300 Megatonnen reduzieren.


Ergebnisse der Kundenumfrage: Trocknungsmethode pro Region und Kleidungsstücktyp

Ergebnisse der Kundenumfrage: „wears-per-wash“ Profile pro Region und Kleidungsstücktyp

 

Quelle: Aligned Incentives, 2017


Was kommt danach?

2018 und darüber hinaus werden wir uns darauf fokussieren, die Treibhausgasemissionen in den Bereichen mit den größten Auswirkungen zu reduzieren. Unser Fokus wird weiterhin darauf liegen, nachhaltigere Baumwolle und Viskose zu beziehen. Die Zusammenarbeit mit PaCT und die rasche Skalierung unseres Programms für Nachhaltiges Chemikalienmanagement werden unsere Auswirkungen auf den Klimawandel weiter reduzieren.

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