Die Better Cotton Initiative Ein nachhaltiges Mainstream-Produkt

C&A hat sich 2015 der Better Cotton-Initiative (BCI) angeschlossen. BCI verändert den Baumwollsektor mit dem Ziel, ein Drittel der weltweit verwendeten Baumwolle bis zum Jahr 2020 nachhaltiger zu machen (Quelle: BCI).

Gegenwärtig wird Better Cotton in 23 Ländern von 1,6 Millionen Bauern produziert. Die Initiative schult die Bauern darin, Baumwolle umweltschonend herzustellen, wobei sie dabei Ihr Einkommen erhöhen und die Branche stärken. Um eine Better Cotton-Lizenz zu erhalten, müssen die Bauern die Erfüllung von sechs Kriterien nachweisen:
 

  • Reduzierung des Einsatzes von schädlichen Pestiziden
  • Effiziente Wassernutzung
  • Gesunderhaltung des Bodens
  • Bewahrung natürlicher Lebensräume und der Artenvielfalt
  • Erhalt der Fasergesundheit
  • Förderung guter Arbeitsbedingungen

Diese Prinzipien tragen dazu bei, die Umweltauswirkungen des Baumwollanbaus erheblich zu reduzieren.
 

Erfahren Sie im BCI Harvest Report 2015-16 mehr über die Auswirkungen

Der Standard ist auf landwirtschaftliche Betriebe jeder Größenordnung anwendbar und ergänzt andere Standards für nachhaltige Baumwolle.

Auch wenn es unser Engagement für Biobaumwolle nicht ersetzt, ist die Beschaffung von Better Cotton nicht nur entscheidend, um unsere Verpflichtung einzuhalten, bis 2020 100 % nachhaltigerer Baumwolle zu beschaffen, sondern auch ein umsichtiger Ansatz, die Auswirkungen bei Mangel an Biobaumwolle zu mindern. Es kann in größeren Mengen als Biobaumwolle produziert werden und ist passfähiger gegenüber anderen Anbaumethoden. Better Cotton basiert auf einem sogenannten Massenbilanzsystem. Das heißt, dass jede von uns gekaufte Einheit von Better Cotton die Produktion einer ebensolchen Einheit von Better Cotton irgendwo auf der Welt unterstützt. Es verhindert auch einen kostenintensiven Trennungsprozess, womit sich Better Cotton leichter in die Lieferkette integrieren lässt und sie letztlich skalierbarer macht.

2017 wurden 28 % unserer Baumwolle aus Better Cotton bezogen, was die sozialen und ökologischen Bedingungen vor Ort verbessert hat. Zudem wurde ein schnellerer und umfassenderer Beitrag zur Umgestaltung der Branche geleistet.

Unsere Performance im Jahr 2017

Der prozentuale Anteil von REEL und Better Cotton an der Gesamtheit der eingekauften Baumwolle

Den Markt in Brasilien aufbauen

Obwohl in Brasilien angebaut, kaufen Better Cotton nur wenige Lieferanten und Einzelhändler, sodass sie größtenteils exportiert wird. Gemeinsam mit den größten Spinnereibetrieben und unserer Lieferkette hat C&A Brasilien jedoch die Nachfrage innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren deutlich beschleunigt, sodass Better Cotton, das lokal angebaut wird auch lokal verwendet werden kann. Damit war C&A Brasilien die erste Marke, die ihre Lieferanten zur Verwendung von Better Cotton motiviert hat. 2017 hat sich die Anzahl der BCI-Mitglieder in unserer Lieferkette um 180 % erhöht.

Andere Marken wurden dadurch inspiriert, mit dem Einkauf von Better Cotton im brasilianischen Markt zu beginnen. Für unser Engagement ist C&A Brasilien mit dem Eco AMCHAM Award ausgezeichnet worden – einem der renommiertesten Nachhaltigkeitspreise in Brasilien.


Impulse für den mexikanischen Markt

2017 analysierte C&A Mexiko seine Lieferkette und die damit verbundenen Einkaufspraktiken. Daraufhin wurde für 2020 eine Roadmap für den Bezug von nachhaltigerer Baumwolle entwickelt. Das Team bot zudem BCI-Trainings für alle Filialmitarbeiter, Lieferanten und Spinnereibetriebe der Lieferkette an, um das Bewusstsein für das Engagement von C&A für Nachhaltigkeit zu schärfen.

„Massenbilanz“ verständlich machen

Die Better Cotton Initiative arbeitet auf der Grundlage eines sogenannten „Massenbilanzsystems“, was zunächst sowohl für Kunden als auch Lieferanten schwer verständlich ist. Einfach gesagt bedeutet es: Was herauskommt, muss dem entsprechen, was hineingetan wurde. Wenn etwa ein Einzelhändler eine Bestellung für Kleidungsstücke wie T-Shirts aufgibt und dafür eine Tonne Baumwolle aus Better Cotton benötigt, muss an anderer Stelle ein Baumwollbauer diese Tonne Better Cotton produzieren. Dies wird dann in der Lieferkette von BCI registriert. Sodann werden Gutschriften für den Auftrag für das gleiche Baumwollgewicht von der einen Fabrik zur nächsten durch die Lieferkette geleitet. Das Ergebnis ist die gleiche Menge an Baumwolle, die der Bauer als Better Cotton produziert hat, aber es wurde auf seinem Weg vom Feld zum Produkt mit konventioneller Baumwolle gemischt.

Was kommt danach?

Den branchenweiten Wandel fördern

Mit dem Beitritt zur Better Cotton Initiative – zusammen mit vielen wichtigen Industriepartnern – erhöhen wir die Nachfrage für verantwortlich und besser erzeugte Baumwolle. Gemeinsam mit den anderen 82 Handels- und Markenmitgliedern der BCI haben wir den Absatz von Better Cotton im Vergleich zu 2016 um 60 % erhöht, von 461.000 Tonnen auf 736.000 Tonnen (Quelle: BCI) Wir ermutigen auch in Zukunft andere Marken in wichtigen Beschaffungsregionen, sich der Initiative anzuschließen.

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