Daunen aus verantwortungsvoller Beschaffung Gewährleistung des Schutzes von Gänsen und Enten

Ein kleiner Prozentsatz der in den C&A-Kollektionen verwendeten Fasern entfällt auf Daunen und Federn. Die Gewinnung von Federn und Daunen kann jedoch unnötigen Schaden verursachen, wenn diese nicht mit Fürsorge und Achtung gegenüber Gänsen und Enten ausgeführt wird. Alle Daunen und Federn von C&A sind gemäß Responsible Down Standard (RDS) zertifiziert, damit eine humane Behandlung von Gänsen und Enten gewährleistet ist.

Was ist der RDS?

Der Responsible Down Standard (RDS) ist ein unabhängiger, freiwilliger globaler Standard, der sich im Besitz von Textile Exchange befindet und von der Control Union zertifiziert ist. Er soll ein weltweiter Maßstab für bewährte Verfahren sein, bei denen Praktiken wie Zwangsfütterung und Lebendrupf verhindert werden. Daneben formuliert er strenge Anforderungen an die Lebensmittel- und Wasserqualität, den Zugang von Tieren zum Freien sowie die Tiergesundheit und die Hygiene. Er ermöglicht es uns, die Fasern vom Bauernhof bis zum Endprodukt nachzuverfolgen. Derzeit deckt der Standard mehr als 500 Millionen Vögel ab und wird von mehr als 60 Marken unterstützt.

2019 wurde die neue Version des RDS mit Verbesserungen des Standards und Zertifizierungsprozesses veröffentlicht. Zu den wichtigsten Änderungen zählen:

  • Sterbehilfe von kranken oder verletzten Vögeln zur Verhinderung von Leid ist auf den Bauernhöfen nun vorgeschrieben.
  • Eine Betäubung vor der Schlachtung ist auf dem Schlachthof nun vorgeschrieben.
  • Es sind strengere Kriterien im Zusammenhang mit dem Umgang, den Aufzeichnungen und der Schulung von Arbeitern erforderlich.
  • Es muss nun eine Überwachung von Elternbetrieben in industriellen Gänselieferketten, wo das höchste Risiko eines Lebendrupfs besteht, erfolgen.
  • Alle Mindestanforderungen sind nun zwingend erforderlich (bisher waren nur 50 % erforderlich).
  • Das Dokument wurde neu strukturiert, um deutlichere Anweisungen für Bauernhöfe, Lieferanten, Marken und Zertifizierungsstellen zu geben.

 

Wie wird die Nachverfolgbarkeit beibehalten?

Jedes Mal, wenn RDS-zertifizierte Daunen den Besitzer wechseln, wird ein Transaktionszertifikat ausgestellt, das das Material von der Quelle bis zum Endprodukt identifiziert. Der Prozess wird auf jeder Stufe der Lieferkette auditiert. Wir übernehmen diesen Prozess, damit unsere Kundinnen und Kunden sicher sein können, dass das Material in ihrer Kleidung den Anforderungen des Standards entspricht.

Unsere mehrdimensionale Prüfung eines artgerechten Umgangs

Kein Standard ist eine Garantie. Daher stellen wir sicher, dass die Gewinnung von Federn und Daunen mindestens einmal jährlich durch einen unabhängigen Dritten geprüft und zertifiziert wird. Darüber hinaus besuchen wir diese Bauernhöfe, um die Praktiken und Bedingungen regelmäßig zu überwachen. Vor kurzem haben wir Besuche bei unseren RDS-zertifizierten Lieferanten durchgeführt, um mehr über die Umsetzung des Standards und weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu erfahren. Erfreulicherweise können wir bestätigen, dass mit dem RDS viele schädliche Praktiken wie Zwangsfütterung und Lebendrupf wirksam verhindert werden – Praktiken, die wir bereits selbst seit einigen Jahren verboten haben. Wir haben jedoch auch festgestellt, dass der Standard verbessert werden kann. So sollte er sicherstellen, dass die Anforderungen in Ländern mit weniger strengen Tierschutzvorschriften ausreichend konkret sind.

Wir haben die Ergebnisse unserer Untersuchung mit Textile Exchange geteilt und in den vergangenen beiden Jahren mit der Organisation zusammengearbeitet, um die Verbesserung des Standards voranzutreiben. Wir verdichten zudem unsere Lieferkette, um mit weniger Lieferanten zusammenzuarbeiten. C&A bleibt dem RDS als der besten Möglichkeit zur verantwortungsvollen Beschaffung unserer Daunen verpflichtet

Was kommt danach?

Nach der Veröffentlichung des RDS 3.0 wollen wir die Beschaffung all unserer Daunen und Federn auf den neuen Standard ausrichten.